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schottisches Haaröl gegen Haarausfall/ Rezept für ein Haarwasser

schottisches Haaröl gegen Haarausfall/ Rezept für ein Haarwasser

2 Jahre Schreibpause, unglaublich! Dabei ist es nicht so, als hätte ich andernorts viel gewuppt – irgendwie ist alles im Sande verlaufen. Nun, vielleicht bringt 2016 da die eine oder andere Änderung, nicht nur hier.

Anyway …

Das Thema Haare begleitet mit natürlich immer noch und besonders nach einer starken Episode Haarausfalls, der meiner Meinung nach seine Ursache in mangelnder Nährstoffversorgung hatte. Das Thema Ernährung ist ziemlich zentral für mich geworden, das wird sich sicher auch in meinen Beiträgen spiegeln. Doch zurück zur Haarpflege.

Das schottische Haaröl gegen Haarausfall dürfte Haarenthusiasten hinreichend bekannt sein. Für all diejenigen, denen es neu ist, hier eine kurze Zusammenfassung:

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie wurde von der schottischen Universität Aberdeen die Wirksamkeit ätherischer Öle gegen Haarausfall getestet – mit verblüffenden Ergebnissen: Es gab statistisch signifikante Verbesserungen in der Versuchsgruppe. (Nachlesen kann man hier, allerdings ist der Text auf Englisch: Randomized Trial of Aromatherapy – Successful Treatment for Alopecia Areata)

Empfohlen wurde die tägliche, 2-minütige Kopfhautmassage mit folgender Mischung:

3ml Jojobaöl und 20ml Traubenkernöl als Trägeröle

Darin je 2 Tropfen des ätherischen Öls von

Thymian (Thymus vulgaris)

Zeder (Cedrus atlantica  Achtung! Bitte darauf achten, dass es sich wirklich um das Öl von Cedrus atlantica handelt! Auch die Öle von Cedrus deodara und Juniperus mexicana werden als Zedernholz angeboten!

sowie jeweils 3 Tropfen des ätherischen Öls von

Lavendel (Lavandula angustifolia)

Rosmarin (Rosmarinus officialis)

Nun ist das gut und schön und die Resultate wirklich beeindruckend, aber wer hat wirklich Zeit, sich jeden Abend eine Ölmischung auf die Kopfhaut zu geben, sie dann unter Wärmeeinwirkung in der Nacht einwirken zu lassen, um sie dann am Morgen auszuwaschen? Eben! Ich nämlich auch nicht.

Daher habe ich auf Grundlage des ursprünglichen Rezepts folgendes Haarwasser gebastelt, das ich erfolgreich benutze:

23ml Wasser

je 2 Tropfen Thymian- und Zedernöl

je 3 Tropfen Lavendel- und Rosmarinöl

1-2 Tropfen LV41

Zunächst die ätherischen Öle untereinander und dann mit dem LV41 vermischen, dann das Wasser dazu geben und gut durchschütteln. Fertig!

Zum Auftragen und Aufbewahren eignet sich am besten eine Flasche mit Pipette.

Wie gewöhnlich habe ich auch hier die Zutaten über Dragonspice gekauft, aber man wird auch anderswo fündig, beispielsweise bei behawe, bei amazon oder wo ihr auch sonst Eure Zutaten kauft.

In diesem Sinne einen guten Start in das Jahr 2016!

Conditioner/ Haarspülung selbst gemacht

Conditioner/ Haarspülung selbst gemacht

Hallo Welt …

Zugegeben, es war lange ausgesprochen still in diesem Blog. Das Leben war in den letzten 1 1/2 Jahren nicht wirklich nett, aber es sieht so aus, als wäre die Talsohle durchschritten. Verhaltener Optimismus macht sich breit …

Auch in allen anderen Bereichen war nur Sparflamme angesagt, zumindest, was das Machen angeht. Recherchiert und geplant habe ich die ganze Zeit. Und nun bin ich zurück, vorsichtig tastend, aber da.Auf zu neuen Ufern!

Im ersten beitrag nach der Pause geht es um einen Conditioner, neudeutsch für Haarspülung. Wink Je mehr man sich mit den Inhaltsstoffen der käuflich zu erwerbenden Produkte auseinandersetzt, desto häufiger fragt man sich: „Hä?“ Da bleibt nur eines: In der heimischen Hexenküche selber etwas zusammenrühren.

Das folgende Rezept ist nicht wirklich kompliziert, aber man benötigt schon die eine oder andere Zutat, die sich nicht so ohne weiteres im heimischen Küchenschrank findet. Insofern ist es kein „Man-nehme-ein-Eigelb-und-Salatöl“-Rezept. Davon gibt es genug im Netz, so dass ich darauf verzichte, meine Variante hier aufzuschreiben – zumal das mit dem Eigelb als Veganer schon etwas kompliziert ist.

Mein Condi orientiert sich an der Conditioner-Base (neudeutsch für Spülungs-Grundlage … Laughing), die es mal bei Gisella Manske zu kaufen gab. Und gerade, als ich sie für mich und mein Haar entdeckt hatte – wurde sie auch dem Programm genommen. Phantastisch! Also habe ich mich an einen Nachbau gemacht. Meine Vorgaben dabei: Der Conditioner sollte vegan sein und ohne Produkte auf Palmölbasis auskommen. Das war ein Spaß!

Die ursprüngliche Zusammensetzung habe ich irgendwo im Netzt gefunden und die sah so aus:

Aqua, Betaine, Coco-Glucoside, Aloe Babadensis Leaf Juice Powder, Ceteary Alcohol, Butyrospermum Parkii (Sheabutter), Olea Europea fruit oil (Olivenöl), Helianthus Annuus seed oil (Sonnenblumenöl), Cocos Nucifera oil (Kokosöl), Simmondsia Chinensis seed oil (Jojobaöl), Stearinsäure, Glycerin, Xanthan gum, Citros Aurantium Dulcis fruit extract, Citrus grandis fruit extract, Citrus Aurantium Bergamia fruit extract, Tagerina fruit extract, Citrus Grandis seed extract, Citric Acid, Phenoxyethanol, Benzoic Acid, Dehydroacetic Acid.

Ob in dieser Liste alle Zutaten aufgeführt sind, weiß ich jetzt nicht. 1:1 habe ich das Rezept sowieso nicht übernommen – zuviele Dinge, die ich nicht an meine Haare lassen will.

So sah letztendlich meine Zusammensetzung aus:

Wasserphase (ca. 68g): Ca. 65 Gramm Wasser mit 1-2 Gramm Coco-Clucoside vermischen und mit Aloe-Vera-Gel auf 68 Gramm auffüllen. Das Betain habe ich rausgelassen, wer den Condi für die Conditioner-only-Wäsche benutzen will, sollte ihn aber sicher hinzumischen (und evtl. auch die Tensidmenge erhöhen). Eine C/O-Variante werde ich aber sicher auch noch ausprobieren.

Fettphase (ca. 22g): Hier war ich etwas kreativ und habe in meinem Öleschrank geräubert 😀 Ich habe 3,2 Gramm Xyliance (anstelle des Cetyl-Alkohols), 1,2 Gramm Stearinsäure und je 4 Gramm Sheabutter, Olivenöl, Babassuöl, Jojobaöl und Arganöl im Wasserbad so lange erhitzt, bis der Emulgator (Xyliance) und die Stearinsäure gänzlich aufgelöst waren. Dann einfach mit der Wasserphase vermischen und kaltrühren. Wichtig ist, dass die Wasserpahse in etwa die gleiche Temperatur wie die Fettphase hat, sonst funktioniert es nicht gut.

Wenn die Mischung handwarm ist, kommen die Wirkstoffe dazu. Das waren bei mir 1g Pentavitin (anstelle des Glycerins), 1,5g Squalan und 1,5g Panthenol. Hier kann man, wie bei den Ölen auch, nach eigenen Vorlieben arbeiten.

Gut abgekühlt ist der Conditioner noch recht flüssig und hat eine leicht (!) gelartige Konsistenz. Ich habe dann einfach noch ein bisschen Gurkernmehl eingerührt und am nächsten Tag war die Konsistenz fester. Da ich nur eine Testmenge hergestellt habe, konnte ich auf die Konservierung verzichten. Im Schränkchen steht allerdings schon Flavoxan 14, das werde ich bei einer größeren Menge zur Konservierung einsetzen.

Alles in allem war ich mit der ersten Version schon sehr zufrieden; die nächste Variante werde ich aber definitiv reichhaltiger gestalten (also die Fettphase erhöhen bzw. die Öle und Fette variieren).

Eingekauft habe ich die Zutaten, sofern ich sie nicht schon zu Hause hatte, hier:

Dragonspice oder Behawe

Eine günstige, aber gute Feinwage gibt es hier: Feinwaage

Viel Spaß beim Rühren wünscht Euch

ArcusLunaris