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Harissa-Paste

Harissa-Paste

Nun ja, es ist April – und bereits jetzt habe ich einen Neujahrsvorsatz nicht einhalten können: regelmäßig bloggen nämlich *gnääää*

Da aber zu scheitern kein Grund dafür ist, gänzlich auf zu hören, melde ich mich jetzt mal wieder zu Wort und gelobe, mich zu bessern …

Beim Stöbern in den WordPress-Plugins bin ich auf eines für Rezepteingaben gestoßen (Easy Recipe). Hmmm, Essen und Rezepte = gut. Also hab ich’s runtergeladen und aktiviert und probiere es hiermit aus 🙂

5.0 from 1 reviews
Harissa-Paste
Recipe type: Gewürz
 
*** scharf ***
Ingredients
  • 75-100g getrocknete Chiliflocken (je nach Wagemut oder Laune)
  • 6 Knoblauchzehen
  • 4 EL grobkörniges Salz
  • 3-4 EL Koriander (ganz)
  • 4 EL Kreuzkümmel (Cumin) (ganz)
  • Olivenöl
Instructions
  1. Chiliflocken in Wasser aufquellen lassen. Nicht zu viel Wasser verwenden! Optimal ist es, wenn das gesamte Wasser von den Chiliflocken aufgesogen wird. (Sollte das mal nicht klappen, überschüssiges Wasser abgießen und die Chiliflocken abtropfen lassen.)
  2. Knoblauch putzen und mit 2 EL Salz gut zerkleinern. Ich nehme dazu immer einen Mixer oder einen Pürierstab. (Am besten funktioniert es mit diesem Zubehörteil, das offensichtlich keinen einheitlichen Namen besitzt :/ Amazon listet diese Dinger unter (Kompakt)Zerkleinerer). Alternativ kann man auch den Knoblauch durch eine Presse drücken und dann mit dem Salz vermörsern.
  3. Nun die Chiliflocken und die übrigen 2 EL Salz dazugeben und zu einer schön geschmeidigen Paste verarbeiten.
  4. Nun Kreuzkümmel und Koriander zusammen vermörsern (oder auf andere Art pulverisieren) und zu dem Knoblauch-Chili-Gemisch geben.
  5. So viel Olivenöl zu der Paste geben, dass diese schön sämig wird.
Notes
Variationen: Etwas Tomatenmark unterrühren. (Nicht zu viel, sonst wird es ein Tomatenaufstrich!) Ruhig mit weiteren Gewürzen experimentieren! Gut eignet sich meiner Erfahrung nach beispielsweise Paprika. Aufbewahrung: Hält sich gut verschlossen im Kühlschrank sehr lange.

mittelalterlicher Gewürzwein – Hypocras

mittelalterlicher Gewürzwein – Hypocras

Diese Art des Gewürzweins war in der Antike und im Mittelalter bekannt und wurde zunächst mit Honig, später dann mit Zucker recht stark gesüßt. Die verwendeten Gewürze machten diesen Wein sehr teuer, so dass er ein wahrlich königliches Getränk darstellte. Der Name Hypocras, der in den verschiedensten Schreibweisen vorkommt, leitet sich von dem Namen des griechischen Arztes Hippokrates ab. Nicht umsonst wurden diesem Getränk im Mittelalter auch medizinische Wirkungen zugeschrieben.

Ursprünglich wurden Zimt, Gewürznelken und Orangenblüten genutzt, um den Wein zu aromatisieren. Später wurden auch exotischere Gewürze verwendet, wie beispielsweise Ingwer, Kardamom und Rosenwasser (dieses wohl anstelle der Orangenblüten), sowie auch Majoran, Muskatnuss und Pfeffer.

So ein Hypocras eignet sich gut als (last minute) Geschenk – nur einen echten Weinliebhaber, der puren Wein für ein Kunstwerk hält und dem es sündhaft erscheinen würde diesen mit Gewürzen zu „verschandeln“, würde ich damit wohl verschonen 😉

Grundrezept:

Um selbst in den Genuss eines mittelalterlich anmutenden Hypocras zu kommen, benötigt man als Grundlage 1 Flasche roten Burgunder, verschiedene Gewürze, Rosenöl oder Rosenwasser und Zucker.

Zunächst wird der Wein mit 400g Zucker und 1 Tropfen echtem Rosenöl (alternativ 2 EL Rosenwasser) gut vermischt. Diese Mischung bildet die Grundlage für die Gewürze.

Dazu 60g frische Ingwerwurzel gut waschen und in kleine Stücke zerschneiden. 30g Zimt(stangen) grob zermörsern. (Sollen frisch gemahlene Gewürze verwendet werden, sollten jeweil 5-10g mehr pro Gewürz gerechnet werden.)

Die Gewürze dann in ein sauberes Tuch (oder Teefilter oder ähnliches) geben und mindestens 3 Stunden im Wein ziehen lassen. Die Gewürze entfernen und den Wein so oft filtern, bis er klar bleibt. Nicht zu empfeheln ist es, pulverförmige Gewürze einfach so in den Wein zu geben – es entsteht ein hässlicher und schleimiger Klumpen und der Wein wird weniger aromatisch.

Variationen:

Das obige Grundrezept kann beliebig erweitert oder abgewandelt werden. Der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt:

So kann der Zucker durch Agavendicksaft oder ein anderes Süßungsmittel ersetzt bzw. ergänzt werden. Mit 400g Zucker wird der Wein sehr süß – die Zuckermenge muss also nach Geschmack ariiert werden.

Auch der Ingwer, der etwas Schärfe in den Wein bringt, kann ersetzt werden. An seiner Stelle empfiehlt sich Galgant, das weniger scharf ist und den Wein leicht parfümiert. Galgant gibt es in Asialäden oder in der Apotheke.

Auch mit zusätzlichen Gewürzen kann experimentiert werden, so beispielsweise mit

1 Prise Weihrauch ( ein paar zerstoßene Weihrauchkörnchen) (Achtung! In kleinsten Mengen ist Weihrauch unbedenklich, in größeren Mengen bewirkt er Rauschzustände. => Ist er deswegen in der Kirche so populär?)

1 Prise schwarzen Pfeffer

1 Prise Muskatnuss

Vanille

Nunc es bibendum! 🙂   Einen tiefen Blick in den Becher und wohl bekomm’s!