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Bäume sind Gedichte …

Bäume sind Gedichte …

die die Erde in den Himmel schreibt!“ (Khalil Gibran)

 

Das ist wirklich mal eine schöne Idee jenseits von Kommerz und einfachem Kosten-Nutzen-Denken: Denn auch wenn man dieser Aktion eine gewisse Werbewirksamkeit nicht absprechen kann (und warum auch nicht?), ist sie doch außergewöhnlich und trifft genau meinen Nerv 🙂

Für ein Posting zu diesem Thema und einer Verlinkung wird von I plant a tree (externer Link) und ITSTH (Autor von Outlook Sync (ext. Link) Software) pro Blog ein Baum gesponsort.  Das finde ich echt mal grandios. Überhaupt ist die Initiative eine gute Sache und verdient jede Unterstützung.

Und wer weiß, vielleicht danken es uns ja die Baumelfen eines Tages! 🙂

mittelalterlicher Gewürzwein – Hypocras

mittelalterlicher Gewürzwein – Hypocras

Diese Art des Gewürzweins war in der Antike und im Mittelalter bekannt und wurde zunächst mit Honig, später dann mit Zucker recht stark gesüßt. Die verwendeten Gewürze machten diesen Wein sehr teuer, so dass er ein wahrlich königliches Getränk darstellte. Der Name Hypocras, der in den verschiedensten Schreibweisen vorkommt, leitet sich von dem Namen des griechischen Arztes Hippokrates ab. Nicht umsonst wurden diesem Getränk im Mittelalter auch medizinische Wirkungen zugeschrieben.

Ursprünglich wurden Zimt, Gewürznelken und Orangenblüten genutzt, um den Wein zu aromatisieren. Später wurden auch exotischere Gewürze verwendet, wie beispielsweise Ingwer, Kardamom und Rosenwasser (dieses wohl anstelle der Orangenblüten), sowie auch Majoran, Muskatnuss und Pfeffer.

So ein Hypocras eignet sich gut als (last minute) Geschenk – nur einen echten Weinliebhaber, der puren Wein für ein Kunstwerk hält und dem es sündhaft erscheinen würde diesen mit Gewürzen zu „verschandeln“, würde ich damit wohl verschonen 😉

Grundrezept:

Um selbst in den Genuss eines mittelalterlich anmutenden Hypocras zu kommen, benötigt man als Grundlage 1 Flasche roten Burgunder, verschiedene Gewürze, Rosenöl oder Rosenwasser und Zucker.

Zunächst wird der Wein mit 400g Zucker und 1 Tropfen echtem Rosenöl (alternativ 2 EL Rosenwasser) gut vermischt. Diese Mischung bildet die Grundlage für die Gewürze.

Dazu 60g frische Ingwerwurzel gut waschen und in kleine Stücke zerschneiden. 30g Zimt(stangen) grob zermörsern. (Sollen frisch gemahlene Gewürze verwendet werden, sollten jeweil 5-10g mehr pro Gewürz gerechnet werden.)

Die Gewürze dann in ein sauberes Tuch (oder Teefilter oder ähnliches) geben und mindestens 3 Stunden im Wein ziehen lassen. Die Gewürze entfernen und den Wein so oft filtern, bis er klar bleibt. Nicht zu empfeheln ist es, pulverförmige Gewürze einfach so in den Wein zu geben – es entsteht ein hässlicher und schleimiger Klumpen und der Wein wird weniger aromatisch.

Variationen:

Das obige Grundrezept kann beliebig erweitert oder abgewandelt werden. Der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt:

So kann der Zucker durch Agavendicksaft oder ein anderes Süßungsmittel ersetzt bzw. ergänzt werden. Mit 400g Zucker wird der Wein sehr süß – die Zuckermenge muss also nach Geschmack ariiert werden.

Auch der Ingwer, der etwas Schärfe in den Wein bringt, kann ersetzt werden. An seiner Stelle empfiehlt sich Galgant, das weniger scharf ist und den Wein leicht parfümiert. Galgant gibt es in Asialäden oder in der Apotheke.

Auch mit zusätzlichen Gewürzen kann experimentiert werden, so beispielsweise mit

1 Prise Weihrauch ( ein paar zerstoßene Weihrauchkörnchen) (Achtung! In kleinsten Mengen ist Weihrauch unbedenklich, in größeren Mengen bewirkt er Rauschzustände. => Ist er deswegen in der Kirche so populär?)

1 Prise schwarzen Pfeffer

1 Prise Muskatnuss

Vanille

Nunc es bibendum! 🙂   Einen tiefen Blick in den Becher und wohl bekomm’s!