Monthly Archives: Januar 2012

Hallo Welt! ;)

Hallo Welt! ;)

Herzlich Willkommen in meinem Blog! Hier finden sich Dinge, die ich toll finde, nicht vergessen will, mit anderen teilen möchte und über die es sich zu reden lohnt. In diesem Sinne ist dieses Blog wie mein Erinnerungstagebuch, denn sonst verlege und vergesse ich viele Sache einfach: Rezepte, die ich mochte; Kosmetik, die gut war; Bedienungsanleitungen; Dinge, die ich beim Stöbern im Netz gefunden habe und mir vielleicht irgendwann mal kaufen/ wünschen könnte; … – diese Liste ließe sich endlos fortsetzen, denn … leider lebe ich in der anderen Hälfte 😉

Wenn der (oder die) eine oder andere hier Anregungen oder Nützliches findet, würde mich das freuen. In diesem Sinne viel Spaß beim Stöbern!

ArcusLunaris

Gesichtsreinigung mit Öl

Gesichtsreinigung mit Öl

Eine Art der Gesichtsreinigung wird im englischsprachigen Netz von vielen Seiten hoch gelobt und gerade auch bei Problemhaut (Akne, Pickel, Neurodermitis, etc.) wärmstens empfohlen – die Oil Cleansing Method, kurz OCM. Dahinter verbirgt sich nichts anderes, als dass die Gesichtshaut mit Öl gereinigt wird.

Die Idee hinter dieser Methode ist folgende: Herkömmliche Reinigungsmittel auf Tensid- oder Seifenbasis reinigen zwar, trocknen die Haut aber auch aus, indem sie das natürliche Hautfett mit entfernen.  Die im Anschluss aufgetragenen Cremes entsprechen in den seltensten Fällen den Ansprüchen, die unsere Haut an Pflege stellt (natürliche Öle, etc) – und so bleibt der Haut keine andere Möglichkeit, als die Fettproduktion zu steigern – sie wird großporiger (damit das benötigte Hautfett besser abfließen und an die Hautoberfläche gelangen kann) und fettiger (was im der Regel dazu führt, dass andere (meist teurere) „Spezialprodukte“ gekauft werden, die noch austrocknender wirken … – oft wird daraus ein Teufelskreis – und man züchtet sich nicht zuletzt seine ganz persönliche Problemhaut oder verstärkt zumindest die Probleme)

Die OCM geht nun davon aus, dass der natürlich Fetthaushalt der Haut erhalten und wieder hergestellt werden kann, indem man das Gesicht nur mit Öl und Wasser reinigt. Auch Unreinheiten sollen so vermieden oder bekämpft werden. Die Theorie dahinter besagt, dass das auf das Gesicht aufgetragene Öl (auf Grund der Fettsäuren?) in der Lage ist, Schmutz an sich zu binden, das in den Poren verhärtete Hautfett (und nicht anderes sind wohl Mitesser und ähnliches) aufzulösen und ab zu transportieren.

Das klang interessant genug, um es im Eigenversuch auszuprobieren. Da die Haut ein Teil des Körpers und damit lebendig ist, sollte man keine Wunder erwarten – oft jahrelange falsche „Pflege“ lässt sich nicht über Nacht ausbügeln. Mit einer langfristigen Besserung des Hautbildes darf allerdings gerechnet werden. Ich verwende diese Art der Reinigung jetzt seit knapp einem Monat und bin begeistert.

Von entscheidener Wichtigkeit ist das Öl – von billigen (und auch teueren!) Produkten, die Erdöl enthalten (ja, das ist auch in den meisten Babyölen!), muss man unbedingt die Finger lassen. Am besten ist hochwertiges Pflanzenöl in Bioqualität, das man gut im Internet beziehen kann. Ich persönlich kaufe bei dragonspice (externer Link). Empfohlen wird eine Mischung aus Rizinusöl und einem guten Pflanzenöl – die besten Erfahrungen habe ich mit Olivenöl gemacht. Dabei variiert der Anteil des Rizinusöls je nach Hauttyp: 30% bei fettiger Haut, 20% bei normaler Haut, 10% bei trockener Haut. Das sind natürlich nur ungefähre Angaben – das beste Mischverhältnis (und auch das beste Öl!) muss jeder für sich selbst herausfinden. Meine Mischung besteht auch 25ml Rizinusöl und 75ml Olivenöl (als ein Mischverhältnis von 1:3).

Meine Erfahrungen sind durchweg positiv. Obwohl es mir schwer fällt, jeden Abend das Gesicht mit Öl zu massieren (Es lebe die Faulheit!), ist es doch durchaus angenehm und bekommt meiner Haut sehr gut. Pickel und Unterlagerungen sind sehr stark (so zu 95-99%) zurück gegangen und auch die Mitesser werden zusehends weniger. Die Haut fettet weniger nach und die Poren sind kleiner geworden (wenn auch noch nicht klein genug für meine Begriffe). Außerdem – und damit hatte ich nicht gerechnet, wohl weil es kein erklärtes Ziel war – hat sich die Faltentiefe deutlich reduziert. (Naja, soooo tief waren die eh noch nicht, ich gehe aber davon aus, dass eine längere Anwendung auch in dieser Hinsicht gute Ergebnisse zeigen wird.)

Und so wird’s gemacht:

  1. Etwas Öl (in etwas von der Größe eines 2-Euro-Stückes) mit den Händen auf das trockene, ungereinigte Gesicht auftragen und sanft einmassieren (mindestens 1-2 Minuten, länger ist erlaubt).

  2. Einen Waschlappen oder ein Kosmetiktuch in warmes, aber nicht zu heißes Wasser geben, auswringen, auf das Gesicht legen und abkühlen lassen.

  3. Das Öl mit dem Waschlappen sanft entfernen (nicht schrubben!), diesen gut ausspülen und Schritt 2 noch 2-3 Mal wiederholen.

  4. Damit sich die Poren wieder schließen, das Gesicht mit kaltem Wasser waschen und sanft abtupfen.

  5. Wenn die Haut spannt oder sich trocken anfühlt, 1-2 Tropfen der Ölmischung sanft einmassieren.

Variationen

  • Die ganze Sache mit dem Kosmetiktuch ist mir meistens (also fast immer) zu aufwändig. Statt dessen trage ich das Öl vor dem Duschen auf, massiere es ein und halte mein Gesicht dann einfach in den Duschstrahl. Bis jetzt funktioniert das ausgezeichnet.

  • Wenn ich einmal das Bedürfnis nach einer „ganz tiefen“ Tiefenreinigung habe, mache ich nach dem Auftragen des Öls ein Gesichtsdampfbad (anstelle der Dusche).

  • Wer ein Problem mit großen Poren hat, wird vielleicht feststellen, dass kaltes Wasser allein die Poren nicht ausreichend verfeinert. Zusätzlich (oder als Alternative) zum kalten Wasser bietet sich ein sanftes, adstringierendes Gesichtswasser an oder Myrthenhydrolat.

  • Wer sich beim anschließenden Nähren der Haut ein wenig Luxus gönnen und nicht das Reinigungsöl benutzen möchte, kann statt dessen auch reines Jojobaöl (externer Link) (oder Ölauszüge auf Basis von Jojobaöl – mehr dazu später) verwenden. Jojobaöl ist deswegen zu empfehlen, weil es dem natürlichen Hautfett ähnelt.

Wichtige Hinweise:

  • Am besten eignet sich die OCM als abendliche Reinigung vor dem zu Bett gehen. Für die morgentliche Reinigung einfach einige Tropfen des Öls im Gesicht verteilen und mit klarem Wasser wieder abnehmen (erst warm, dann kalt). Wenn es spannt, einfach 1-2 Tropfen Öl auftragen.

  • Obwohl empfohlen wird, diese Art der Reinigung nicht allzu häufig anzuwenden, nutze ich sie täglich und fahre sehr gut damit.

  • Am Anfang kann es so aussehen, als würde die Haut fettiger werden. Nicht aufgeben! Man sagt, die Haut brauche 2-3 Wochen, um sich auf eine neue Pflege einzustellen.

  • Gerade am Anfang können vermehrt Pickel und Mitesser auftreten (bei mir war das nicht der Fall). Wenn es so ist, auf keinen Fall herumdrücken, sondern der Haut Zeit geben, sich anzupassen.

  • Sollte sich der Zustand der Haut jedoch nicht verbessern, ein anderes Öl neben dem Rizinusöl probieren (oder die Reinigungsart ganz aufgeben). Ich habe auch einige Öle ausprobiert und die besten Erfahrungen mit Olivenöl gemacht.

  • Ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen wieder. Selbstversuche geschehen auf eigene Gefahr und für gesundheitliche oder finanzielle Schäden bin ich nicht haftbar 😉 )

Viel Spaß beim Ölen wünscht Euch

ArcusLunaris

Quelle: OCM (externer Link)