Monthly Archives: März 2011

Arnaldur Indriðason: Kälteschlaf

Arnaldur Indriðason: Kälteschlaf

Rein zufällig (durch meinen Ex – gegrüßt seist Du, Myles!) bin ich vor einigen Jahren auf den isländischen Autor Arnaldur Indriðason gestoßen. Gehört hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts von ihm, aber ich lese ja immer erst einmal, was ich zwischen die Finger bekomme (aufhören kann man ja immer noch!). Und es hat ungefähr 10 Seiten gedauert und ich war ein Fan! 🙂

Wer allerdings Wert auf Action und Explosionen legt, ist mit Arnaldur Indriðason nicht gut bedient. Vielmehr widmet sich der Autor mit großer Aufmerksamkeit seinen Figuren und deren Motivationen. Weit davon entfernt moralisierend oder pädagogisch sein zu wollen, behandelt der Autor ewig menschliche Fragen – Fragen, die sich ein jeder wohl schon einmal in der einen oder anderen Art gestellt hat (mehr oder weniger heimlich).

Obwohl „Kälteschlaf“ ein „Island“-Krimi ist, liegt die Stärke gerade dieses Romans auf der psychologischen Ebene.

Die Geschichte beginnt mit einem Selbstmord – und führt zu einer privaten Ermittlung des reykjavikers Kriminalisten Erlendur, an deren Ende ein Mord steht, der um so perfider ist, da er mit menschlichen Gefühlen spielt. Zentral ist immer die Suche nach geliebten, aber verlorenen Menschen.

„Kälteschlaf“ ist ein sehr nachdenklicher Roman von Arnaldur Indriðason – vielleicht sollte man nicht unbedingt mit ihm beginnen, aber er ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden. Ich habe mirden Roman selbst zum Geburtstag geschenkt – und würde es immer wieder tun. 🙂

Hier gibt es „Kälteschlaf“ und weitere Romane von Arnaldur Indriðason.

 

Chilperich ist da!!!!

Chilperich ist da!!!!


Nachdem ich mich nun eine Zeit lang recht rar gemacht habe (aus mehr oder minder sinnigen Gründen), stelle ich nun mein neues Haustierchen vor: Chilperich, den Kombucha-Teepilz. Heute ist er eingezogen 🙂

Bevor irgendwelche Fragen aufkommen: Der Name hat keinen tieferen Sinn, ich fand den nur klasse. Würde auch gut zu einem Wellensittich passen … 😉 Und ein Pilz ist es streng genommen auch nicht, sondern eine Symbiose aus verschiedenen Hefen und Essigsäurebakterien (hab ich aus Wikipedia …)

Warum zieht nun aber ein Chilperich hier ein? Ich war mal wieder in einem Langhaarforum unterwegs (auf der Suche nach einem guten tierversuchsfreien Naturkosmetikshampoo, das nebenher auch noch gut fürs Haar ist – dem Gral eben). Und natürlich, bei meiner Anfälligkeit für derartige Experimente, fand ich eine Nutzerin, die behauptete ihr Haar sei noch nie schneller gewachsen als zu der Zeit, in der sie regelmäßig Kombucha getrunken hätte. Klasse! Ich musste auch so einen Kombucha-Teepilz haben. Hab‘ ich dann auch bekommen (in einem großen Onlineauktionshaus ;)). Und heute ist er nun angekommen und wurde Chilperich getauft.

Natürlich musste er sofort umsorgt werden und auf die wundersamen Kräfte des Kombucha-Getränks bin ich auch schon sehr gespannt ;).

Zunächst habe ich also rund 2 Liter Schwarztee gekocht (ich habe 2 Teebeutel genommen – keine Ahnung, ob das ausreicht). Die Teebeutel habe ich ca. 20 Minuten ziehen lassen, schließlich wollte ich den Tee ja nicht trinken. Da hinein habe ich ca. 140 Gramm Bio-Rohrzucker gegeben und so lange gerührt, bis der Zucker komplett aufgelöst war. Nun hieß es erst einmal warten – Chilperich darf nämlich erst in den Tee, wenn dieser hand- bzw. zimmerwarm ist (hoffentlich war mein Tee nicht noch zu warm, sonst hab ich ihm den Rest gegeben bevor er überhaupt richtig angekommen ist :()

Nun schwimmt Klein-Chilperich (der eigentlich gar nicht mehr so klein ist) in seiner Nährlösung aus schwarzem Tee und Bio-Rohrzucker. Nun darf er darin 7-12 Tage Urlaub machen und mein profanes Teegemisch in einen prickelnden Wellness-Drink verwandeln, nach dessen Genuss ich sicher ein wenig fröhlich sein werde (das selbst hergestellte Kombucha-Getränk enthält etwas Alkohol, 2-3% schätze ich. *ggg* Den werde ich dann genießen (?) und Chilperich einen neuen Tee kochen.

Hoffentlich fühlt er sich wohl bei mir –  ich werde berichten.