Category Archives: Buchstabengestöber

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Arnaldur Indriðason: Kälteschlaf

Arnaldur Indriðason: Kälteschlaf

Rein zufällig (durch meinen Ex – gegrüßt seist Du, Myles!) bin ich vor einigen Jahren auf den isländischen Autor Arnaldur Indriðason gestoßen. Gehört hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts von ihm, aber ich lese ja immer erst einmal, was ich zwischen die Finger bekomme (aufhören kann man ja immer noch!). Und es hat ungefähr 10 Seiten gedauert und ich war ein Fan! 🙂

Wer allerdings Wert auf Action und Explosionen legt, ist mit Arnaldur Indriðason nicht gut bedient. Vielmehr widmet sich der Autor mit großer Aufmerksamkeit seinen Figuren und deren Motivationen. Weit davon entfernt moralisierend oder pädagogisch sein zu wollen, behandelt der Autor ewig menschliche Fragen – Fragen, die sich ein jeder wohl schon einmal in der einen oder anderen Art gestellt hat (mehr oder weniger heimlich).

Obwohl „Kälteschlaf“ ein „Island“-Krimi ist, liegt die Stärke gerade dieses Romans auf der psychologischen Ebene.

Die Geschichte beginnt mit einem Selbstmord – und führt zu einer privaten Ermittlung des reykjavikers Kriminalisten Erlendur, an deren Ende ein Mord steht, der um so perfider ist, da er mit menschlichen Gefühlen spielt. Zentral ist immer die Suche nach geliebten, aber verlorenen Menschen.

„Kälteschlaf“ ist ein sehr nachdenklicher Roman von Arnaldur Indriðason – vielleicht sollte man nicht unbedingt mit ihm beginnen, aber er ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden. Ich habe mirden Roman selbst zum Geburtstag geschenkt – und würde es immer wieder tun. 🙂

Hier gibt es „Kälteschlaf“ und weitere Romane von Arnaldur Indriðason.

 

Heureka – ich habe es gefunden

Heureka – ich habe es gefunden

möchte ich rufen, denn ich habe tatsächlich einen Schatz entdeckt: eine bezahlbare (!) Faksimile-Ausgabe der Chronica der Sachsen und Nidersachsen von Johann Baumgart (auch Johannes Baumgarten, Johannes Pomarius, o.ä.). Baumgart war lutherischer Theologe, dichtet (hauptsächlich Kirchenlieder) und verfasste einige Schuldramen.

Das ist alles ganz nett (auch für meine Diss – dazu später), doch wirklich interessant ist sein oben genanntes Werk:

Diese Chronik widmet sich – wie der Name schon andeutet – auf 888 Seiten der Landespolitik, aber auch zu einem großen Teil der Geschichte der Stadt Magdeburg von ihrer Gründung an (die nach spätmittelalterlicher Auffassung noch den Römern zuzuschreiben ist). Sehr interessant und unterhaltsam! Finde ich jedenfalls. Ich habe schon mal im Original „geschmökert“ (in der Bibliothek des Magdeburger Museums).

Und diese Chronik gibt es jetzt hier für (vergleichsweise) kleines Geld zu kaufen – Jubel! Es ist klar, dass ich gleich zugeschlagen habe!